In with the new

    Bereits als ich meiner Freundin vor ein paar Jahren die Nikon 1 empfohlen habe, als kleine Kamera für private Fotos und Urlaube, war ich ziemlich begeistert, was der kleine Sensor da drin so kann. Und mit klein, meine ich klein:

    sensor-sizes

    Angefangen habe ich mit APS-C, damals noch in meiner Pentax K100D Super! Aber seit dem ich die Qualitäten des Vollformat kennenlernen durfte bin ich dahingehend ziemlich drauf festgelegt gewesen. Größer ist besser. Ihr wisst schon.

    Bereits vor Jahren, als ich besagte Nikon 1 empfohlen hatte, wurde mir das Potential bewusst, dass in den spiegellosen Kameras steckte. Kleiner Formfaktor, kleines Gewicht, aber schon Fotos machen wie die dicken Brummer.

    Okay „damals“ waren die Bilder schon noch gut auseinander was Qualität, Freistellung und Rauschverhalten betroffen hat. Aber, und das ist der Punkt von diesem Post, das ist heute schon nichtmehr so. Aber um den richten Rahmen zu stecken fehlt vielleicht noch etwas Kontext.

    Seit dem ich meine geliebte D3s gegen die Nikon Df getauscht habe sind ein paar Jahre ins Land gegangen. Ich war von Anfang an begeistert. Modernerer Sensor, damit besseres Rauschverhalten, mehr Auflösung. Beim Autofokus musste ich etwas langsamer machen, der war nicht so gut, aber für meine Ansprüche in 90% der Fälle gut genug. Das andere Problem war, die Nikon Df hat nur einen SD-Karten-Slot. Ich hab nur eine Nikon Df. Ich wechsle regelmäßig meine Speicherkarten, um einem Fehler an der Stelle möglichst zu entgehen, aber was, wenn meine Df mal kaputtgeht? Was ist, wenn das auf einer Hochzeit passiert?
    Lange hab ich darüber garnicht, oder nur wenig nachgedacht, und nachdenken wollen. Bis jetzt war noch nie etwas, zum Glück.

    Der nächste Punkt ist mein Fotorucksack. Das ist der 300 AW von Lowepro. Der ist genial. Ich find den super. Danke Susanne dafür nochmals. Er tut noch immer seinen Zweck. Beinhaltet zumeist meine Nikon Df, 35mm, 50mm, 85mm und je nach dem meine Mamiya RB67 oder mein 70-200mm. Es passt noch einiges mehr rein. Aber das ist auch irgendwie der Punkt. Ich will nicht mehr viel schleppen. Was schon ein großer Punkt für den Umstieg von D3s auf Df war, ist jetzt auch ein Argument, nicht einfach einen zweiten Body, wie etwa D750 oder D810 zu kaufen, sondern eine Kamera, die ich auch ohne viel Gepäck mitnehmen kann, aber die auch gleichzeitig vergleichbar gute Bilder wie meine Df macht.

    Willkommen in der Welt von Fujifilm. Nachdem sich bereits viele (z.B. Florian, Tom oder Gloria) meiner (nicht nur) Foto-Freunde mindestens eine „Freizeit“-Fuji zugelegt haben habe ich auf der Photokina die Chance genutzt mich ausgiebig am Fuji-Stand zu informieren, und mir selbst ein Bild zu machen.

    Nach einigem hin- und her mit der X-T2 war meine Entscheidung vorläufig schon gefallen. Wenn eine Backupkamera, dann die X-T2!
    Gründe? Gibt es sehr viele, der Autofokus, die Auflösung, das Rauschverhalten. Alles mindestens (zumindest gefühlt) on-par mit meiner Df. Ausser das Gewicht. Gefühlt halb so schwer. Überzeugender Objektiv-Park. Einige Ressourcen, die ich gut fand, sind zum Beispiel der Vergleich mit der Nikon D750 bei DPreview (im rechten Dropdown-Feld die X-T2 auswählen) oder dieses Video, jenes, welches, oder auch das Video hier.

    Und wer durch das anschauen der YT-Videos schon gemerkt hat, „Hey, da ist ja auch voll oft die Fuji X-Pro2 dabei!!!1111″ hat ganz recht. Das wusste ich anfangs garnicht, aber die X-T2 und die X-Pro2 sind quasi identisch, mit nur wenigen, kleinen Unterschieden. Für mich die größten Unterschiede sind, dass die X-T2 keinen optischen Sucher hat, und auch der Retro-Look fehlt. Dafür kann die X-T2 aber 4K Video aufnehmen, hat 2 UHD2-SD-Slots (die X-Pro2 1x UHD2, 1x UHD1) und der Autofokus ist konfigurierbar. Ich denke darauf kann ich verzichten. Erstmal. Vielleicht steht das hier mir auch bald bevor?

    Aber hier ist das gute Teil, so sieht das aus:

    01

    Mehr Kaffeehaus-Optik und eine schöne Gegenlichblende mit Used-Look machen echt viel her.

    fuji-x-pro2-ama-web Mir gefällt die mega unauffällige Front. Super Stealthy von vorne, sehr gut lesbare und taktile mechanische Einstellrädchen von oben und hinten. Und dieser Hybridsucher erst.

    Bei den fast identischen Features und dem Retro-Look (ich will ja auch irgendwie immer noch eine Leica, aber ich muss auch irgendwo wohnen und essen) war dann klar, dass ich die X-Pro2 nehmen werde. Aber wird die X-Pro2 dem Vergleich mit meiner Nikon Df standhalten können? Ich hab mir mit dem X-Pro2-Body auch gleich das 23mm 1.4 gekauft, damit ich eben im Fall dass die Nikon mal kaputtgeht meine Lieblingsbrennweite zur Verfügung habe.

    Nun ist die Fuji aber leider keine Vollformatkamera, darum muss man eben Brennweite, wie auch Blende mit dem Crop-Faktor von 1,5 multiplizieren. Also habe ich am Ende X-Pro2 mit 35mm 2.0 gegen Df mit 35mm 1.4 verglichen, was eigentlich nicht ganz fair war, aber ein bisschen besser den Unterschied, bzw. die minimale Differenz etwas besser rausstellt.

    Hier also der direkteste Vergleich der sich bei dem ersten Shooting am Tag der Deutschen Einheit ergeben hat:

    Welches Bild ist wohl das aus der Nikon, und welches ist das aus der Fuji? Wer es nicht erkennt: Auch gut, spielt auch keine große Rolle. Die Ergebnisse sind als RAW in Lightroom soweit angegelichen worden, dass ein Vergleich nicht zu offensichtlich ist. 😉

    Mehr aus dem Shooting dann demnächst. Ich bin aber voll zufrieden mit dem was die X-Pro2 abliefert. Auch begeistert bin ich, wie die Meisten, von den Fuji-jpegs. Für Shootings ohne viel Nachbearbeitung also sehr gut geeignet.

    blog-0416

    2 Comments

    1. […] ich ja kürzlich von meiner neuen Kamera berichtet habe sind hier auch schon die ersten Fotos, allerdings vermischt mit einigen Bildern aus meiner Nikon […]

    2. […] war ja in Köln auf der Photokina, woraus dann auch dieser Post entstand. Zum Zeitpunkt als diese Bilder gemacht wurden, wusste ich davon aber noch nichts. Ich […]

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